Mein Jahr 2016

Blicke mal zurück...

Diesen Artikel habe ich bereits Mitte Dezember geschrieben. Und ganz bewusst habe ich ihn aufgehoben, vielleicht sogar aufgespart. Für eine Zeit danach. Für eine Zeit, wo der ganze Trubel und die Rasserei wieder vorüber sind. Das Hoffen und Bangen auf ein perfektes Weihnachtsfest. Zurückgehalten für eine Zeit, wo der Neuanfang und die Vorfreude auf ein neues Jahr vor einem liegen.

Ich sitze hier, an unserem großen Esstisch. Eine Tasse heißer, dampfender Tee steht neben mir. Meine momentane Lieblingssorte, Zitrone-Ingwer. Sehr lecker, nur sollte immer die genaue Ziehzeit eingehalten werden, denn sonst wirds echt scharf. Also aufpassen Marlen und nicht verbummeln den Teebeutel aus der Tasse zu nehmen.

Gerade durchstöbere ich die gefühlten zehntausend Fotos die wir dieses Jahr mit der Kamera und unseren Handys geknipst haben. Mein Ziel die allerschönsten darunter heraus zu filtern, für die alljährlichen Kalender, die unsere Familien zu Weihnachten beglücken sollen. Und dabei durchlebe ich noch einmal unser wundervolles Jahr 2016. So schöne Momente, so viel Familienzeit konnten wir miteinander verbringen. Gemeinsame wundervolle Stunden zusammen am Lagerfeuer im Garten sitzend und dabei Stockbrot backen, verträumt auf den See blickend nach einer Radtour, die Seele baumeln lassen mit dem Meeresrauschen im Ohr und dabei immer wissend, die wichtigsten Menschen dabei zu haben. Urlaube, die uns so viel Lebensqualität schenken. Nicht, weil sie etwa luxuriös sind. Nein, ganz im Gegenteil. Bodenständig und eher einfach aber mit viel Zeit für uns. Da interessiert es nicht ob die Frisur sitzt oder das Shirt gebügelt ist, da zählen nur wir. Gemeinsame Herausforderungen meisten. Wie etwa eine 6 Stundenwanderung auf dem Meraner Höhenweg. Anstrengend, sogar sehr bei 30° Grad im Schatten aber absolut traumhaft und überaus beeindruckend. Wir haben so unvergessliche Bilder in uns aufgesogen als wir inmitten der Berge marschiert sind. Hinterher waren wir alle stolz wie Bolle, es gemeinsam geschafft zu haben und haben uns mit einem Schwimmbadbesuch belohnt.

Nicht immer ist und war alles Friede-Freude-Eierkuchen. Manchmal ist es auch so lala. Da ist das Abendessen zu kochen, der Geschirrspüler voll und der Bügelwäscheturm droht auch einzustürzen. Die Kinder streiten sich um die Fernbediehnung und auf Hausaufgaben hatte auch noch keiner Lust. Im besten Fall fällt einem meiner Kinder so kurz nach Ladenschluss ein, dass für morgen noch unbedingt ein neues Geometrieheft gebraucht wird.

Ok... da heißt es dann einmal kurz Durchatmen und improviesieren. Vielleicht findet sich ja was, das wenigstens für die eine Stunde als Geometrieheft durchgeht. Aber so ist der ganz normale Familienalltag. Zwischendrin hält er aber so viele traumhafte Momente für uns bereit, der diesen Wahnsinn einfach wundervoll macht und absolut lebenswert. Ein Lächeln, eine Kinderhand die liebevoll durch meine Haare wuschelt, ein forderndes "Spiel mit mir Fußball!"oder einfach nur zu hören, was mir meine Kinder Tolles von ihrem Tag erzählen. So viel erleben sie mittlerweile allein, wo ich gar nicht dabei sein kann. Oder, und da habe ich zusammen mit meinem Mann Glück, zuschauen darf und so noch einen sehr großen Teil ihres Lebens begleiten kann. Es ist erschreckend wie schnell die Zeit vergeht. Eben hatte ich noch einen neugeborenen Säugling im Arm und nun besucht meine Tochte bereits die 6. Klasse. Sie ist zwölf Jahre alt und schon fast ein Teenager aber Sie lässt uns noch viel an ihrem Leben teilhaben. Und gas genießen wir in vollen Zügen.

Wenn ich diesen Text nochmal überfliege, wird mir wieder einmal bewusst wie glücklich ich bin und dankbar dieses Leben so führen zu dürfen, wie ich es eben erleben kann. Wir haben uns, wir sind gesund und können das Leben genießen. In so einem Moment der völligen Zufriedenheit, beginnen dennoch meine Gedanken zu kreisen. Sie entspringen -und das klingt fast ein wenig kitschig- aus Dankbarkeit. Dabei entstehen neue Ideen, die ich hoffentlich im neuen Jahr umsetzen kann. Ideen die noch nicht ganz ausgetüftelt sind und noch einer Menge Arbeit bedürfen. Die aber hoffentlich bei euch großen Anklang finden werden. Darunter versteckt sich auch ein ganz neues Projekt, das andere Menschen unterstützen soll. Aber hierzu später mehr. Wie gesagt ich bin noch am Tüfteln.

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Dankeschön, Eure Marlen